Zweiradmechaniker

Zweiradtechniker
Der Zweiradtechniker oder auch Zweiradmechaniker ist eine Spezialisierung, die betriebsintern erlernt wird. Eine geregelte Ausbildung gibt es für diesen Berufszweig noch nicht. Um sich in diesem Feld zu spezialisieren, muss der Anwärter einige Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehört Handgeschicklichkeit, räumliche Vorstellungsmöglichkeit, technisches Verständnis, gute mathematische und rechnerische Kenntnisse, ein logisch-analytisches Denken und gute Teamzusammenarbeit. Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und kann auf Fahrrad- oder Motorradtechnik basieren.

Im Transport und Verkehr liegen seine Aufgaben unter anderem bei der Beförderung, der Maschinenbedienung, sowie Lager- und Materialverwaltung. Sie warten, produzieren und reparieren die Zweirad-Ersatzteile für Fahrrad, Motorrad, aber auch Rollstühle, Gartengeräte oder sogar Nähmaschinen. In der Ausbildung lernt man auch viel über die Elektrik, Kundenservice und mehr.

Bei der Ausbildung muss gleich von Anfang an klar sein, in welche Richtung er gehen möchte. Ob ihm mehr die Fahrräder oder eventuell die Motorroller interessieren. Beide sind komplex und beinhalten eine breite Palette an unterschiedlichen Lernbereichen.

Geschichtlich stammt der Zweiradmechaniker aus der Nähmaschinentechnik. Die Zweiradindustrie ist aus der Nähmaschinenindustrie entstanden. Viele kennen wahrscheinlich den Ausdruck des Fahrrad- und Nähmaschinenöls, was die enge Verknüpfung verdeutlicht. Erst seit 1989 wird dieser Beruf von dem Nähmaschinenberuf komplett getrennt und in die zwei neuen Kategorien eingeteilt.

In der Schweiz ist der Beruf noch genauer unterteilt. Hier gibt es Motorrad, Kleinmotorrad- und Fahrradmechaniker. Ihre Aufgaben sind noch spezialisierter. In der Weiterbildung kann man durch weitere Prüfungen zum Meister werden. Das Einsatzgebiet ist breit gestreut, gerade in der Motorradwelt findet man hier gute Möglichkeiten. Aber auch das Fahrrad wird immer beliebter und der Fahrradmechaniker ist immer mehr gefragt.